Monthly Journal – Mai ’19

Leben

Der Mai war kein guter Monat für mich. Ich hatte viel mit Tiefpunkten zu kämpfen und habe dies teilweise noch, aber dank all der lieben Menschen um mich herum, kann ich zumindest ein Ufer sehen im stürmischen Meer. Ich hoffe ich komme bald wieder raus aus diesem Tief.

Gesundheit

Wie schon gesagt, ist es psychisch gerade sehr anstrengend. Ich weiß nicht ob es an der Zunahme liegt oder ob die Zunahme am psychischen liegt, das ist ja manchmal ein kleiner Teufelskreis und schwer zu trennen. Aber ich gebe mein bestes und vor allem nicht auf. Ich versuche in all dem das positive zu sehen. Das ist nicht gerade leicht, wenn man das Gefühl hat, dass es leichter wäre, wäre man nicht da. Manchmal fühlen sich diese Tiefpunkte so endgültig an, obwohl man aus Erfahrung weiß, dass es vorbei geht. Manchmal glaubt man, dass es einfach nicht mehr besser wird. Manchmal möchte ich mich einfach auflösen oder wie aus einem langen fürchterlichen Albtraum erwachen. Puh… das klingt schon wieder so dramatisch. Entschuldige, mach dir bitte keine Sorgen, es wird vorbei gehen und dann starte ich wieder durch! Der Sonnenschein steckt in mir, ich muss nur die Wolkendecke vertreiben. Und langsam wird auch die Migräne besser. *klopf auf Holz* Die hat mich in diesem Monat auch ziemlich geschlaucht und an all meinen Reserven genagt. Es waren jetzt fast drei Monate am Stück an denen ich ein Dauerbrennen im Kopf hatte und viele, sehr viele Tage mit üblen Migräne-Attacken. Das schlaucht ungemein und kann natürlich auch ein Mitgrund für den psychischen Zustand sein, wenn man nichts mehr gebacken bekommt. 🙈

Beruf

Anfang des Monats hatte ich eine Woche Urlaub, eigentlich wollte ich da super produktiv sein, aber irgendwie war es unglaublich faul. Nicht nur durch die Migräne, die mich ziemlich oft lahm gelegt hat, sondern auch an sich. Arbeit ist an sich ganz ok, hab schon mal angeleiert, dass die Chefs sich zusammen setzen ob mein Vertrag verlängert wird oder nicht. 😊 Es macht jedenfalls sehr viel Spaß mit meinen Kollegen, auch wenn ich im Home-Office bin. 😉 Allerdings muss ich auch sagen, dass manche Sachen ziemlich anstrengend sind und das liegt jetzt weniger an den Aufgaben, sondern eher an der Organisation. Was mich direkt betrifft, konnte ich aber soweit klären und damit ist es jetzt auch erst mal ok. Ich hoffe das bleibt jetzt erst mal so. Und mal sehen wie sich das mit dem Vertrag dann entwickelt. 😊

Eheleben, Familie & Freundschaft

Freundschaften blühen auf oder stehen gar in voller Blüte, darüber freue ich mich sehr. Doch leider gibt es auch Freundschaften, denen ich jetzt den Rücken zukehren werde, da ich feststellen musste, dass nicht ICH der Grund für diese Personen bin, mit mir befreundet zu sein, sondern meine Kamera bzw. mein ehemaliger Beruf als Fotografin. Einer der Gründe warum ich mit diesem Beruf und Hobby aufgehört habe. Und gerade als ich mich wieder langsam an das Thema heran wage, kommen diese ganzen „Wie geht’s dir? Sag mal fotografierst du noch?“ und die Antwort darauf wie es mir geht ist dabei scheiß egal, selbst wenn ich dieser Person sage, dass es mir gerade nicht gut geht. Und DAS ist keine Freundschaft mehr, wenn nur noch genommen wird, aber nichts zurückgegeben. Ich bin so dermaßen enttäuscht, dass ich jetzt wirklich andere Saiten aufziehen werde. Ich WAR mal die Barbara, die alles gemacht hat nur um dazu zu gehören, zu gefallen und anerkannt zu werden und weißt du was… jetzt ist es mir SCHEIßegal. Ich reiße mir nicht mehr den Arsch auf für Leute, die sich nicht mal um mich bemühen.

Mr. Carter

Letzten Monat habe ich ja erzählt, dass Hyde sich jetzt gerne ins unterste Expeditfach legt und weil das so ist, habe ich mir gedacht, dass ich mal schauen könnte ob es passende Boxen für Katzen gibt. Und siehe da, ich bin fündig geworden und jetzt hat er ein kleines gemütliches Kuschelnest im Regal. Es wird gerne genutzt und manchmal auch aus dem Regal gezupft. Warum weiß ich nicht so recht, aber es scheint ihm Spaß zu machen. 🤭 Ansonsten geht es ihm gut. Gute fünf Monate ist er jetzt ein Einzelkater und manchmal habe ich das Gefühl er ist einsam, aber viel öfter habe ich das Gefühl, dass er die volle Aufmerksamkeit in vollen Zügen genießt. Ich denke ich projiziere da auch ein bisschen, denn meistens wenn ich denke, dass er sich einsam fühlt, vermisse ich meinen kleinen Kater. Langsam sollte ich darüber hinweg sein oder? Aber es gibt Momente in denen er mir wirklich übermäßig fehlt, gerade wenn es mir psychisch nicht gut geht, da war er immer sofort da und hat all das Böse weg gekuschelt. Hyde ist da anders. Er kuschelt zwar auch gerne, aber er ist nicht ganz so sensitiv wie es Jekyll war. Jede Katze ist eben anders und das ist auch völlig ok, dennoch vermisse ich den kleinen Racker zeitweise einfach.

Erlebnisse

Am 1. Mai war ich mit Chris auf dem Mumford & Sons Konzert, dass an sich ganz nett war, allerdings war bei uns der Ton immer total übersteuert. Das könnte an der Halle und an unserem Sitzplatz gelegen haben, aber das ist schon anstrengend gewesen und dann kann man es auch nicht ganz so genießen wie sonst. Cool fand ich allerdings den Bühnenaufbau, das war wirklich – zumindest für mich – mal etwas anderes. 😊

Monthly Goal – Mai ’19

Die Geschichte eines kreativen und lehrreichen Monats

Nähmarathon & Geige

Was das Nähen angeht, bin ich gar nicht vorwärts gekommen, ich wollte – wie oben schon erwähnt – eigentlich im Urlaub ranklotzen, aber ja… war einfach nicht drin. Genauso wenig Geige spielen, weil ich es mit der Migräne einfach nicht gestemmt bekommen habe und wenn ich dann am Ende mehr genervt vom Misserfolg bin, dann macht es auch keinen Sinn. Aber ich habe bald wieder Unterricht und ab jetzt auch Einzelunterricht, das heißt sie kann expliziter auf mich eingehen. Ich bin schon gespannt wie es im Einzelunterricht sein wird. 😅

Zeichnen

Ich habe mit einer Challenge angefangen um mich selbst wieder ein bisschen zu motivieren und irgendwie auch heraus zu fordern. Ja. Ich arbeite gerade an der 100 Heads Challenge, allerdings habe ich mir erlaubt, dies ohne ein Zeitziel anzugehen, da ich ja weiß wie es mit mir und der Migräne ist. Ein paar Gesichter habe ich auch schon geschafft, aber ich bin noch mittendrin.

Außerdem…

  • habe ich wieder zu Häkeln angefangen bzw. häkel endlich an der Decke für Philiagus weiter. Das ist ja auch so ein Mammut-Projekt, mal sehen wann ich das dann beende. 😅
  • probiere ich es nochmal mit dem Flohmarkt, diesmal über Twitter. Ich teile es ein bisschen auf und hoffe, dass es dann fleißig geteilt wird und ich gut was weg bekomme. 😊
  • habe ich angefangen die Kiste mit den ganzen Zeitschriften auszumisten bzw. erst mal vorsortiert, damit ich es nach Kategorie angehen kann.
  • beschäftige ich mich wieder viel mit spirituellen Themen und vor allem auch Meditation. Ich habe ein paar faszinierende Dinge gelernt und erlebt.

Juni

wird ein aktiver und gesunder Monat

In diesem Monat möchte ich viel auf mich und mein Inneres hören, meinen Körper und meine Seele besser kennen lernen und verstehen was er/sie braucht, wenn er/sie streikt. Ich möchte, dass wieder mehr Ruhe in mir einkehrt und ich wieder ausgeglichener bin. Dafür möchte ich natürlich auf die Ernährung achten, endlich wieder mehr Sport machen UND wirklich für Ruhe in meinem Kopf sorgen durch Meditationen und Entspannungsübungen.

  • Schön-schreiben üben
  • Meditationseck vorbereiten
  • regelmäßig Nordic Walken gehen
  • neuen Mahlzeitenplan aufstellen und umsetzen
  • auf mich und meine Bedürfnisse achten
  • evtl. Comfy-Anzug-Zuschnitt fertig machen

Was steht bei dir so an? Hast du große Pläne für den Juni?

Bildquelle: Samuel Silitonga
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3 thoughts on “Monthly Journal – Mai ’19”

  1. ach meine liebe, die fragen mit dem „fotografierst du noch“ – die kenne ich auch und ich mag sie ähnlich gern wie du. es ist glaube ich echt gut, wenn man da auf pause drückt und einfach sagt „nein“.
    2019 ist eine ziemliche herausforderung, oder? ich hätte irgendwie gedacht, dass es ruhiger wird, aber bei mir ist es auch körperlich oft sehr herausfordernd und anstrengend.
    ich wünsche dir jedenfalls von herzen ein bisschen zur ruhe kommen <3

    1. Ja. Am schwersten ist mir das, nach meiner Ausbildung, bei meiner Familie gefallen. Die möchte man ja natürlich am allerwenigsten links liegen lassen, aber ich konnte einfach nicht mehr. Immer war es dieselbe Frage. Plötzlich mochten mich Leute, die mich in der Schule gehänselt hatten, weil sie eben gratis Fotos haben wollten. Und zu der Zeit bin ich dem ganzen natürlich auf den Leim gegangen, weil mein inneres Kind endlich die Anerkennung bekam, die es sich damals so sehr gewünscht hatte. Aber nein sagen hilft.

      2019 ist tatsächlich nicht ohne. Danke Liebes, das wünsche ich dir auch. 😘

      1. ja das verstehe ich. und es ist dann auch erstmal oft nicht einfach, nein zu sagen und diese anerkennung wieder zu verlieren. auf lange sicht ist es aber wohl dennoch besser so…

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