Tarot: Wo soll man anfangen?

Wicca

Lange habe ich überlegt, wo ich bei diesem Thema genau anfangen möchte und welches Thema zu Anfang am sinnvollsten wäre. Natürlich habe ich schon vor einiger Zeit von meiner Erfahrung mit dem Kartenlegen per se erzählt, aber wie ich in meinem kleinen Update berichtete, möchte ich mich näher mit der Thematik beschäftigen.

Deshalb vorab:
Ich bin kein Meister auf diesem Gebiet, ich bin noch in der Lernphase und teile hier nur meine bisherigen Kenntnisse bzw. das was sich für mich bewährt hat. Wenn du Tipps, Links oder ähnliches zur Weiterbildung für mich hast, darfst du sie gerne mit mir teilen. 😉

Geschichte des Tarot

Natürlich könnte ich jetzt bei der Geschichte des Tarot beginnen, doch empfinde ich das, obgleich sie sehr interessant ist, als ein bisschen zu trocken und langatmig für den Blog. Wenn es dich aber tatsächlich interessiert, kann ich dir den Wikipedia-Eintrag dazu wirklich ans Herz legen. Man erfährt nicht nur von der Geschichte des Tarot, sondern auch einiges über die Arkana, traditionelle Legesysteme, aber auch über die Verbindung zu anderen esoterischen Systemen.

Welches Tarot passt zu mir?

Da Tarot viel mit Intuition zu tun hat, kann man dazu keine pauschale Antwort geben. Ich persönlich habe feststellen dürfen, dass es Decks gibt, die für mich intuitiver sind als andere. Das kann bei dir aber völlig anders sein, als bei mir und deswegen werde ich mir nicht anmaßen ein spezielles in den Vordergrund zu rücken. Um der Entscheidung für dein erstes oder nächstes Tarot einen Schritt näher zu kommen, möchte ich dir allerdings in Zukunft gerne verschiedene Tarot-Decks vorstellen, die verschiedenen Arten und auch auf Besonderheiten hinweisen.

Gerne würde ich hier auch die Chance auf Gastbeiträge nutzen, da ich natürlich auch nicht (oder noch nicht 🤭) so viele Decks in meinem Bestand habe. Wenn du selbst also Tarot legst und gerne mal über dein/e Deck/s schreiben möchtest, dann melde dich einfach bei mir. Lass mir dazu einfach einen Kommentar da oder kontaktiere mich über Twitter. 😉

Für mich spielt außerdem auch immer das Aussehen der Karten eine große Rolle, ich bin bei Tarotkarten tatsächlich recht oberflächlich und heikel. Aber wenn sie nicht hübsch sind, benutze ich sie nicht gerne und dann ist es verschwendetes Geld. Aber natürlich reicht hübsch sein nicht, es muss auch irgendwie zünden, damit meine ich, dass ich intuitiv eine Karte deuten kann. Und ich denke, dass das auch einer der wichtigsten Aspekte ist, um in die Thematik des Kartenlegens eintauchen zu können. Es hilft nichts, wenn die Karten zwar übermäßig hübsch sind oder überladen an Informationen (z. B. Runen, Himmelsrichtung/-körper, Sternzeichen usw.), du sie aber nicht interpretieren kannst.

Natürlich kann man die Bedeutung der einzelnen Karten auswendig lernen und wenn das dein Weg ist, dann geh ihn. Aber es ist kein Muss! Ich habe gelernt, dass die Bedeutung der Karte nicht alles ist. Sie kann eine Richtung sein, ein Wink mit dem Zaunpfahl, eine Orientierungshilfe, aber niemals ist sie NUR das, was schwarz auf weiß im Booklet steht. Sicherlich braucht auch die Interpretation viel Übung und du wirst am Anfang dennoch oft nachlesen, was die Karte bedeutet, aber wenn du dir einzelne Decks anschaust, wirst du schnell Parallelen zwischen der Bedeutung und Gestaltung der Karte erkennen.

Animal Spirits von The Wild Unknown

Mir persönlich hilft es, wenn ich mich von den Farben, der transportierten Stimmung leiten lassen kann und auch wenn das Bild eine gewisse Komposition in sich trägt, die vielleicht auf einen Schwerpunkt hindeutet, ob etwas ausgewogen oder außerhalb der Balance ist. Vielleicht spricht da auch einfach der Künstler aus mir, aber für mich ist das ein wichtiger Aspekt, weil ich leichter einen Draht zu dem entsprechenden Set habe.

Ebenfalls ein wichtiger Aspekt ist das Begleitbuch/Booklet. Es gibt durchaus Decks die ohne kommen und das ist auch nicht zwingend ein Problem, vor allem wenn du es einem klassischen Deck (dazu gehören jetzt nicht nur die klassischen Tarots, sondern zum Beispiel auch Lenormand-Karten) zuordnen kannst, denn dazu findet man mittlerweile genug Informationen im Internet und auch jede Menge Apps, die einem bei der Deutung helfen. Wenn es sich aber zum Beispiel um Orakelkarten handelt, können sich die Bedeutungen enorm unterscheiden. Zwei Krafttier-Decks können jeweils unterschiedliche Tiere beherbergen und damit kannst du dann keine Rückschlüsse mehr ziehen und müsstest dich auf deine reine Intuition verlassen.

Daher würde ich auf jeden Fall raten, dich mit den verschiedenen Decks zu beschäftigen und wenn du dann bei einem Deck das richtige Gefühl hast, erst einmal dabei zu bleiben und dich ausgiebig damit zu beschäftigen, bevor du in das nächste eintauchst.

Was für Tarots gibt es?

Da es wirklich viele verschiedene Tarot-Decks gibt, wollte ich sie gerne unterteilen. Allerdings gibt das Internet auch hierfür ungefähr so viele Möglichkeiten wie Tarot-Decks wieder. Daher habe ich mich entschieden mich an der Definition von dem oben genannten Wikipedia-Artikel leiten zu lassen.

Tarot-Decks gibt es in großer Vielfalt. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre zugrundeliegenden kulturellen, esoterischen, spirituellen oder philosophischen Systeme und durch ihre künstlerische Gestaltung. Decks, die weit von den oben genannten Tarot-Traditionen abweichen, oder völlig unabhängig von ihnen sind, werden im Weiteren freie Decks genannt. Systeme, die sich in vielen Decks wiederfinden, sind Kabbala, Astrologie, das I Ging und Runen.

Seite „Tarot“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. Februar 2019, 14:09 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Tarot&oldid=185680848 (Abgerufen: 17. Februar 2019, 09:45 UTC)

klassische Tarot-Decks

Auf die genauen Bedeutungen der Karten und Farben möchte ich dann nochmal gesondert eingehen. Ein klassisches Tarot hilft einem zu reflektieren, zu hinterfragen, zu verstehen warum etwas so ist, wie es ist. Grundlegend bestehen sie aus 78 Karten, welche sich wiederum in die große und kleine Arkana aufteilen lassen.

Seelenzauber-Tarot von Stephanie Pui-Mun Law und Barbara Moore

Die große Arkana

Major Arcana

besteht aus 22 Karten, auch Trumpfkarten genannt. Die Namen und Nummerierungen können bei einzelnen Decks voneinander abweichen, z. B. ist Gerechtigkeit und Stärke im Rider-Waite-Deck miteinander vertauscht im Vergleich zu einem üblichen Deck, im Crowley-Tarot tragen manche Trümpfe andere Namen, z. B. heißt Das Gericht dann The Aeon.

Die kleine Arkana

Minor Arcana

besteht aus 56 Karten, welche sich in vier Farben aufteilen lassen. Dies sind für gewöhnlich Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen, aber auch hier kann es Unterschiede geben. Diese Farben lassen sich wiederum in Zahlenkarten (Ass bis Zehn) und Hofkarten (König, Königin, Ritter, Bube/Page) aufteilen.

Bei einem klassischen Tarot gibt es zwei Deutungsweisen, meist werden sie als positive und negative Eigenschaften bezeichnet. Typischerweise sind diese Eigenschaften der Richtung der Karten zugeordnet. Liegt die Karte also richtig herum, hat sie andere Eigenschaften, wie wenn sie Kopfüber liegt.

freie Decks

Seventh Sphere Lenormand von Labyrinthos

Bei den freien Decks ist das Spektrum fast noch größer, denn hierzu zählt alles was eben nicht als klassisches Tarot kategorisiert werden kann. Man kann natürlich auch hier noch differenzieren und z. B. Orakelkarten gesondert aufzählen. Im Großen und Ganzen finden sich hier die Orakel-, Runen-, Krafttier-, Engel-, Raben-, Baum-, Zigeuner-, Weisheits- und die Lenormandkarten wieder. Es gibt bestimmt noch viel mehr Deckarten, aber das sind die, die mir bislang unter gekommen sind.

Manche von ihnen haben Ähnlichkeiten mit einem Tarotdeck, sind aber von der Bedeutung her anders oder werden anders gelegt. Manche haben mit Tarot sehr wenig gemein und gehören eher zur „eine Karte pro Tag“-Fraktion, also Leitsprüche (-tiere, -engel u. ä.) die einem Kraft geben sollen und über den Tag helfen. Lenormand-Karten, als Beispiel, zeigen eher einen Weg auf. Diese Kategorie ist unglaublich vielfältig, beherbergt aber auch mitunter die einfachsten Einsteigerdecks. Mit einigen davon kann man ganz langsam anfangen und ein Gefühl für die Deutung von Karten gewinnen.

Deckliste

Hier möchte ich ein Sammelsurium an Decks zusammen stellen. Über die Zeit, werde ich auch Sets mit Beiträgen verlinken, sobald welche entstanden sind. Solltest du hierfür auch noch Input haben, dann immer her damit. 😉

klassische Tarot-Decks

de Marseille

  • Besançon Tarot
  • Oswald-Wirth Tarot

Rider Waite

  • Universal-Waite Tarot
  • Cosmic Tarot
  • New Palladini Tarot

Aleister Crowley

  • Haindl-Tarot
  • Cosmic-Tribe Tarot
  • Liber-T-Tarot

freie Decks

Orakelkarten

  • Engelkarten
  • Rabenkarten
  • Baumkarten
  • Krafttierkarten
  • Weisheitskarten

Wahrsagekarten

  • Lenormand
  • Zigeunerkarten
  • Kipperkarten
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5 thoughts on “Tarot: Wo soll man anfangen?”

  1. so ein schöner beitrag <3 ich hab ja so richtig ganz wenig ahnung davon und erst ein paar mal für mich und einmal für eine freundin mein tarotdeck gelegt, aber wenn du magst könnte ich gerne über meinen zugang zum tarot mal was als gastbeitrag schreiben und warum für mich als sonst sehr naturwissenschaftlich angehauchter mensch tarot trotzdem eine wunderbare möglichkeit sein kann, einer richtung für sich selbst auf die spur zu kommen…

    1. Oh das kannst du gerne auch machen. Das würde mich freuen. 😃

      Magst du vielleicht dann auch einen Beitrag über dein Tarotset schreiben? Ich werde in nicht all zu ferner Zukunft meine drei Sets vorstellen und dann könntest du dich daran entlang hangeln. 😉

  2. Eine tolle Übersicht über die verschiedenen Decks, danke dafür! 🙂
    Die ganzen freien Decks finde ich spannend, damit habe ich mich noch so überhaupt gar nicht beschäftigt. Magst du vielleicht mal darüber schreiben, wie man die legt / verwendet?

    Ich hatte früher mal ein „Tarot der Neuen Hexen“, was sehr schön gestaltete Karten hatte, leider ist das bei einem Umzug verloren gegangen. Aktuell nenne ich nur ein ganz klassisches Rider Waite-Deck mein Eigen – das mag ich soweit aber ganz gern.

    Liebe Grüße

    1. Gerne, es werden bald noch ein paar ausführliche Beiträge zu den einzelnen Decks und Systemen folgen, also auch über die freien Decks. 😉

      Oh das ist aber schade. Vielleicht taucht es ja wieder auf? Würde mich für dich jedenfalls freuen. 😊
      Wenn du magst und ich bei den Deck-Vorstellungen angekommen bin, könntest du gerne einen Gast-Beitrag über dein Deck schreiben. Ich würde gerne viele verschiedene Decks vorstellen, damit man sich das in Ruhe einfach mal anschauen und durchlesen kann. 😃

      Liebe Grüße ❤

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