Leben

Merry Samhain!

31. Oktober 2018

Letzten Monat habe ich vom Jahreskreisfest Mabon erzählt und wie wir es feiern wollen. Heute möchte ich dir erzählen, was es mit Samhain auf sich hat und natürlich auch, was bei uns so geplant ist, denn auch dieses Fest werden wir mit den Helden zusammen feiern. 💗

Was genau wird an Samhain gefeiert?

Samhain (gespr.: Sow-an/in/een) ist irisch und bedeutet Ende des Sommers. Es wird auch oft als Hexen-Silvester oder -Neujahrsfest bezeichnet, denn mit diesem Fest beginnt das neue Hexenjahr und zeitgleich endet das vorherige. Außerdem ist Samhain das dritte Erntefest, an dem alle Ernteerzeugnisse für den Winter eingelagert werden. Laut Sky Alexander ist es ein sehr heiliger Feiertag für Hexen und nicht die Zeit für Angst und Scherze.

Es ist auch das Fest der Toten und des Abschiednehmens. Dabei geht es jedoch nicht nur darum den Verstorbenen zu gedenken (ähnlich wie bei den Christen an Allerheiligen), sondern sich auch von metaphorischen Ketten, die einen zurückhalten oder einengen, aber auch von schlechten Angewohnheiten zu lösen. Sozusagen ein symbolisches Segel setzen. Ehrlich gesagt finde ich die Bedeutung der Tarotkarte der Tod sehr passend für dieses Fest: Eine Lebensphase endet, eine neue beginnt.

Wann wird Samhain gefeiert?

Ich habe gelesen, dass es zwei verschiedene mögliche Daten dafür gibt, zum einen der 31. Oktober bzw. die Nacht zum 1. November (das wohl bekannteste Datum) oder aber der 11. Dunkelmond des Jahres (also nach dem Mondkalender). Und in diesem Jahr wäre das dann eigentlich der 7. November. Warum? Zu diesem Zeitpunkt sollen die Tore zwischen der Welt der Lebenden und der Toten besonders durchlässig sein und daher wäre es einfacher mit ihnen in Kontakt zu treten.

Gibt es auch Bräuche?

Vermutlich ist Samhain eines der Feste mit den bekanntesten Ritualen und Bräuchen. Unter anderem zählt dazu das Verkleiden, damit man von den umherwandelnden bösen Geistern nicht erkannt und damit in Ruhe gelassen wird, und das Schnitzen des Kürbisses/der Rübe um den umherwandelnden Geistern/Seelen den Weg zu weisen. Aber auch den Toten einen Teller mit Essen vor die Tür zu stellen, ein Licht ins Fenster oder einen Apfel im Boden zu vergraben, gehört laut Scott Cunningham als Wegzehrung und Wegweiser, zur Tradition. Es gibt einige Rituale, bei denen das schlechte – von dem man sich trennen will – symbolisch verbrannt wird, z. B. benennt man ein Baumwollband mit einer unliebsamen Angewohnheit/Eigenschaft/Beziehung, bindet es sich um das Handgelenk, zerschneidet es dann und wirft es in die Flammen.

So werden wir heute feiern:

Feuerritual

Im Beitrag zu Mabon habe ich bereits von diesem Feuerritual berichtet, leider haben wir es an Mabon nicht mehr geschafft, da unser Revue-passieren mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als ursprünglich gedacht. Das ist aber soweit gar nicht schlimm, denn dieses Feuerritual lässt sich ganz wunderbar mit Samhain verbinden.

Das Festmahl

Eigentlich wollten wir Rouladen oder etwas ähnliches machen, doch dann haben wir etwas im Supermarkt-Prospekt gesehen, was unser Interesse geweckt hat und spontan umgeplant. Es wird nun also des Prinzens glorreiche Schweinemedaillons mit Speckböhnchen und (Halloween-)Kroketten geben. Als Nachtisch habe ich mir überlegt, wieder einen leckeren Punsch zu machen und dazu ein paar Lebkuchen.

Heldenzeit

Halloween bzw. Samhain mit den Helden zu verbringen, ist bei uns schon fast Tradition. Wir schlemmen, spielen Gesellschaftsspiele und manchmal singen (SingStar) wir auch. Letzteres ist immer unglaublich lustig und manchmal auch sehr scheps. Wir verbringen einfach ein paar schöne, entspannte Stunden miteinander und genießen diesen Abend zusammen.

Wieder viel Neues gelernt!

Ich finde es schön, dass ich mit diesem Blog nun auch dieses Thema mit dir teilen kann und dabei noch so viel lerne. Es fühlt sich einfach richtig für mich an, mich damit zu beschäftigen und es macht mir Spaß zu recherchieren und meine Erkenntnisse zusammen zu tragen.

Und jetzt wünsche ich dir ein wunderschönes Samhain und einen tollen Feiertag.


Bildquelle: freestocks.org
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  1. Oh cool, das zweite Datum wäre dann genau mein Geburtstag 😀
    Ich finde diese Berichte sehr spannend, weil ich von diesen Festen und Feiertagen nur sehr wenig weiß. Die Aussprache von Samhain z.B., ich hab das immer gesprochen wie geschrieben. /)(\

  2. ach ich mag diese heidnischen feste und finde sie in der heutigen zeit auch irgendwie viel passender als die christlichen feiertage, zu denen ich wirklich so gar keine bezug hab. obwohl, weihnachten. das mag ich schon. aber auch mehr wegen den lichtern und einfach der ganzen stimmung. jaja. auf jeden fall klingt es sehr schön, wie ihr euch das feiern vorgenommen habt!

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