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Konzertbesuche

19. September 2018

Das schwierigste an diesem Beitrag? Die Entscheidung des Header-Bildes. Man stellt plötzlich fest, auf wie vielen Konzerten man jetzt schon war und ja ich gehöre zu jenen die ein, manchmal auch mehrere, Erinnerungsfotos schießt. Ich habe mich für ein Symbolbild entschieden, das zwar ein spezielles Konzert zeigt, aber vor allem die Stimmung transportieren soll.

»Da kann man doch auch einfach die CD hören!«

Ja, aber nein. Konzerte sind einfach anders, vor allem wenn sie live sind. Womit ich übrigens nichts gegen jene Künstler sagen will, die das mit Playback machen, ich kann auch diese Entscheidung durchaus verstehen. Persönlich finde ich live nur einfach schöner. Die Stimmung auf einem Konzert trägt so viel zum Erlebnis bei, es wird mitgesungen, getanzt, gejubelt, viele Musiker erzählen über die Hintergrundgeschichte der einzelnen Songs oder teilen einfach ihre Konzertmomente mit einem. Das macht es persönlich und auch wenn man weit weg ist vom Künstler, fühlt man sich ihm/ihr dennoch nah.

Man hört mit dem ganzen Körper.

Man könnte auch sagen, man fühlt das Konzert. Die Musik vibriert im Boden, durch die Füße in den Körper und versetzt ihn in Tanzlaune. Der Herzschlag passt sich dem Beat an, die Hände klatschen im Takt, der Mund grölt den Refrain mit und die Menge bebt. Das alles habe ich nicht, wenn ich mir nur die CD anhöre. Natürlich ist eine CD auch toll, aber sie ist noch viel besser, wenn man Konzerterinnerungen damit verknüpfen kann.

Mein erstes Konzert?

Puh… das müsste eigentlich Undercover gewesen sein. Eine lokale Band die eher in Richtung Rock ging, aber dennoch recht massentauglich war. Das Konzert war nicht weit von meinem Zuhause entfernt, mein Papa hat mich hingebracht und auch wieder abgeholt. Leider viel zu früh, denn die Vorband hatte überzogen und so habe ich vom Hauptkonzert leider nicht viel mitbekommen. Aber das bisschen was ich mitbekommen habe war toll und ich glaube, damals fing mein Verlangen an auf Konzerte zu gehen. Es war allerdings nicht so einfach, denn ich war noch jung und die meisten Konzerte fanden nicht in meiner Heimatstadt statt. Ganz im Gegenteil. Dafür hätte ich mindestens bis in die nächste größere Stadt (also Augsburg) gemusst und selbst da gab es selten die wirklich großen Bands oder eben jene die mich interessierten.

Stellvertretend vom letzten Apocalyptica-Konzert, weil ich von damals leider KEIN Foto habe. 😂

Bis ich dann dort zur Schule ging.

Man könnte sagen, dass mein zweites Konzert dann Curse gewesen ist. Ich war mit meiner damaligen besten Freundin dort. Rap war, bis kurz vor diesem Konzert, nie so richtig meins und ist es bis auf wenige Ausnahmen heute noch nicht. Aber Curse war einfach toll, zwei mal war ich mit ihr auf einem seiner Konzerte. Einmal in Augsburg und einmal in München. Auch Glashaus haben wir uns zusammen angeschaut. Mensch das waren noch Zeiten. Die Tickets waren günstig, weil es damals noch kleine Künstler waren, in kleinen Räumlichkeiten. Mein erstes großes, und für meine Verhältnisse damals, teures Konzert war dann Rammstein in Augsburg, 2005.

Und Apocalyptica war Vorband.

Die Karten kosteten knapp 50 €, für mich war das damals viel Geld und erst habe ich mich geärgert, weil es so teuer war. Von der Vorband wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nichts und dann stand Apocalyptica auf der Bühne und sie waren schon alleine die 50 € wert. Rammstein war zwar toll, aber ich hab mich wirklich mehr über Apocalyptica gefreut. Vor allem aber auch, weil Rammstein hauptsächlich auf den Showeffekt setzt und ja, es war toll, aber für mich muss es nicht viel Tamtam sein und bei ihnen war es mir irgendwie zu viel des Guten. Außerdem habe ich für mich gelernt, dass man nicht so weit vorne stehen muss, vor allem bei Bands wie eben Rammstein. Es wird sehr eng, abartig warm und irgendwann hat man blaue Flecken von der pogenden Menge um einen herum.

Das erste Pentatonix-Konzert. 😁

Eine lange Zeit musste ich darauf verzichten,

weil es finanziell einfach für mich nicht drin war. Als ich mit dem Prinzen zusammen zog, mussten wir das Geld mehr zusammen halten, er war noch in der Ausbildung, ich in der Schule. Danach Umzug, Ausbildung und ein weiterer Umzug. Es war keine Zeit und auch nicht wirklich das Geld dafür da. Aber während der Ausbildung mangelte es tatsächlich eher an der Zeit. Und dann am 07. Mai 2014 sollte es endlich wieder soweit sein. Pentatonix sollten nach München kommen, die Karten waren erschwinglich und der Prinz war einverstanden.

Es änderte alles!

Denn ab da wollte ich wieder mehr auf Konzerte gehen. Es folgte ein Konzert von Lindsey Stirling, das wir mit den Helden zusammen besuchten. Im Jahr darauf habe ich zum Geburtstag Konzertkarten für Pentatonix bekommen und wir hatten zu Weihnachten Karten für ACDC bekommen. Zu dem Zeitpunkt, muss ich ganz ehrlich gestehen, war ACDC mehr ein Geschenk für den Prinzen als für mich. Ich kannte sie, ich mochte ein paar Lieder von ihnen, aber ich habe mich nie übermäßig in ihre Musik vertieft. Das Konzert hat alles verändert, es war laut, wild, energetisch und einfach gigantisch. Es hat mich total mitgerissen. So sehr, dass ich die ganze Zeit mithoppste und mir dabei mein Sitzfleisch/den Beckenboden (was auch immer da genau weh tat) an den Sitzen prellte. Ich konnte tagelang nicht mehr richtig sitzen oder laufen.

ACDC im Olympiastadion München, 2015.

Aber das war’s wert!

Auf den Mittelaltermärkten haben wir auch immer einiges an Bands gesehen, die ich jetzt gar nicht alle aufzählen kann. Und dann später wurde es zu einem Hobby, dass ich vor allem mit meiner allerliebsten Eintausendschön teilte und immer noch teile. Es begann mit Birdy. Denn der Prinz wollte nicht mit, ist nicht seine Musikrichtung und alleine wollte ich aber auch nicht. Weil ich wusste, dass Eintausendschön die Musik mag, hab ich einfach mal nachgefragt und seitdem gehen wir immer wieder gemeinsam auf Konzerte. Ich – also eigentlich wir, aber es war meine Idee – habe ihr dann zum Geburtstag eine Konzertkarte geschenkt über die sie sich immens freute. Denn es war HIM… the ONE AND ONLY! Leider die Abschiedstour, aber nach vielen Jahren habe ich es geschafft und mir natürlich auch nicht nehmen lassen, ihn auf der Bühne zu sehen. Und da konnte ich Eintausendschön, die in der FOS neben mir saß und mit mir HIM gehört hat, nicht einfach außen vor lassen.

HIM im letzten Winter! 😍

Wir sind jetzt Konzertschwestern.

Es hat sich in den letzten Jahren einfach so entwickelt. Wir teilen musikalisch sehr viel und entdecken auch gerne neues. So auch Dan Owen, den wir das erste Mal als „Vorband“ von Birdy gesehen hatten und gestern waren wir zum zweiten Mal auf seinem Konzert. Was soll ich sagen? Es ist einfach toll, die Entwicklung junger Künstler zu sehen und er hat sich sehr weiter entwickelt. Die Musik ist immer noch er, aber irgendwie ist es runder und kraftvoll. Es hat uns so gut gefallen. Ende Juli waren wir auch zusammen auf dem Ed Sheeran Konzert, welches wirklich bislang die atemberaubendste Konzerterfahrung war. 😍

So unterschiedlich wie die Musik selbst.

Jedes Konzert ist einfach anders, selbst vom gleichen Künstler unterscheiden sie sich einfach. Entweder, weil der Künstler reifer geworden ist, weil der Stil sich verändert hat oder einfach auch die Lieder persönlicher wurden. Es ist jedesmal eine tolle Erfahrung, jedes Konzert hat seine wundervollen Momente und manche stechen besonders heraus. Ich möchte dieses Hobby niemals missen und ich bin froh, eine wundervolle Konzertbegleiterin gefunden zu haben. Danke für viele tolle Abende Süße! 😘 

Ed Sheeran in diesem Sommer! 💗

Gehst du auch gerne auf Konzerte? Welches war dein schönstes? Würde es dich interessieren, wenn ich mehr über Konzerte berichte?

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  1. Ich denke immer, dass ich noch auf gar nicht soo vielen Konzerten war – und verglichen mit vielen Menschen ist es wahrscheinlich auch so -, aber wenn ich dann angestrengt nachdenke, kommen doch ein paar zusammen. Welches ich zB immer wieder vergesse, ist Avril Lavigne, die ich 2003 in Köln gesehen haben. Es war ihr allererstes Deutschland-Konzert überhaupt, weshalb ich auch ein wenig stolz war, dabei gewesen zu sein 😉

    Auf meinem ersten Konzert war ich 1995 im zarten Alter von 13 Jahren – The Kelly Family. Als obsessiver Fan war das damals echt eine Traumerfüllung. Genauso wie zwei Jahre später – ich hatte mich mittlerweile den Boybands zugewandt – die Backstreet Boys! 😀
    Danach folgten einige Pur-Konzerte, noch mehr Abende mit den Wise Guys und einzelne Besuche bei Revolverheld, Silbermond, Schandmaul, Joshua Radin und Jupier Jones, die ich gleich zweimal live sehen durfte ♥

    Oh, und Kettcar! Die habe ich auch mehrfach gesehen. Eigentlich wollten das Herzblatt und ich Anfang diesen Jahres auch wieder hin, aber das ging aus gesundheitlichen Gründen nicht 🙁 Vermutlich wird es genau deshalb auch noch eine ganze Weile dauern, bis wir das nächste Mal ein Konzert besuchen werden. Davon mal ab, dass es im Moment auch keine Band gibt, die ich unbedingt live erleben möchte.

    Mein großer Traum war immer, Linkin Park zu sehen. Als sie vor ein paar Jahren tatsächlich mal in Deutschland unterwegs waren, habe ich mich aber nicht so richtig getraut, aber die 60€ für eine Karte waren sowieso nicht machbar.

    Liebe Grüße
    Sas

    1. Ja das kenne ich. Am Anfang dachte ich auch, dass ich gar nicht so viele Konzerte besucht habe. Oh! Avril Lavigne hätte ich damals auch gerne gesehen. 😍 Und die Backstreet Boys hätte ich auch gerne gesehen. Würde ich sogar heute noch gerne sehen.

      Ohje… ich hoffe das es gesundheitlich bald wieder aufwärts geht und ihr euch das dann doch wieder gönnen könnt. Solche gemeinsamen Erlebnisse sind einfach was schönes. 💕

      Ja. Nebst HIM stand Linkin Park auch bei mir immer sehr weit oben und als sie dann da waren, war das Geld nicht da und jetzt bereue ich es ein bisschen, es nicht doch irgendwie hinbekommen zu haben. Manchmal sollte es einfach nicht sein. 😥

      1. Ich muss zugeben, dass ich damals auch ein wenig stolz war, dass ich bei Avril Lavigne war. Ich, die immer irgendwie bei allem zu spät dran war und uncoole Musik gehört hat, war beim ersten Konzert! HA! 😀

        Ja, da hast du absolut recht. Das Herzblatt und ich waren in den letzten Jahren auf einigen Konzerten gemeinsam und das ist einfach immer etwas Besonderes. Ich hoffe sehr, dass es nächstes Jahr wieder besser wird und wir ein paar Leute live sehen können.

        Leider trifft es immer die falschen *seufz*
        Ich hätte auch gerne Jupiter Jones noch ein paar Mal gesehen, aber der originale Sänger musste 2014 wegen einer Angststörung aufhören und danach war es einfach nicht mehr die gleiche Band. Tja, und mittlerweile haben sie sich aufgelöst.

        1. Das kann ich mir gut vorstellen. War auch bestimmt ein richtig tolles Konzert. War es denn schon recht groß oder eher noch klein?

          Ich drücke euch beiden ganz fest den Daumen, dass es im nächsten Jahr besser klappt. 😘

          Ja leider. 😔
          Was? Echt? Wow, das habe ich alles gar nicht mitbekommen. Siehste mal… ich hab die letzten Jahre irgendwie (musikalisch) hinterm Mond gelebt. 😅

          1. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr so richtig an die Größe erinnern. Es war definitiv eher ein Club, keine Halle oder so. Mir kam es damals ziemlich groß vor, aber ich war auch vollkommen alleine in einer fremden Stadt – von daher war meine Wahrnehmung vermutlich nicht ganz realistisch 😉

            Die Auflösung habe ich auch eher nebenbei mitbekommen 😉 Nachdem der Original-Sänger ausgestiegen ist, konnte ich mit denen nichts mehr anfangen und daher auch nicht mehr verfolgt. Aber überrascht hat es mich auch nicht wirklich, weil der Sound ohne Nicolas einfach nicht mehr Jupiter Jones war – seine Stimme und Texte waren Herz und Seele der Band.

          2. Ja das kann ich mir vorstellen. Eines meiner frühen Konzerte war auch in München und das war für mich damals so überwältigend, weil Großstadt, dabei war das Konzert selber tatsächlich eher in einem kleinen Club. 😅

            Mir ging es eine Zeit lang so mit den früheren bekannten Symphony-Metal-Bands. Neue Sängerin kam rein, Musik war irgendwie nicht mehr die gleiche, nicht mehr wirklich gehört. Und jetzt habe ich, zumindest bei Within Temptation ein neueres Lied gehört und bin überrascht. Es ist anders, aber gar nicht so schlecht. Ich bin jedenfalls gespannt auf das Album und tatsächlich irgendwie froh, dass sie sich nicht aufgelöst haben. 😂

  2. Ich hab Subway to Sally mehrfach gesehen, einmal Christina Aguilera – das war mein erstes Konzert und richtig toll – Dick Brave and the Backbeats mit meiner Mutter.
    Und mein absolutes Traum-Konzert, Phil Collins live. All die Liebe! Bestes Konzert ever, einfach weil ich ihn schon mit 8 Jahren live sehen wollte und es dann tatsächlich letztes Jahr geklappt hat. <3 Da war mir auch der Preis egal (und ja, es ist Luxus, dass ich das so sagen kann).

    Ich kann nicht sagen, dass ich "gerne" auf Konzerte gehe. Auf der einen Seite das Gedränge, die Lautstärke, der BASS! Was du als Vibrieren im Körper und Tanzlaune beschreibst, macht mich ziemlich kirre.
    Auf der anderen Seite geile Musik, Künstler, die ich am besten schon ewig live sehen will. Sagen wir, ich überlege zweimal, bevor ich mich zum Konzertgang entscheide. 😉 Außer es ist Collins.

    1. Subway to Sally habe ich tatsächlich nur einmal gesehen, war aber echt toll. Die Engelskrieger-Tour war das damals. Relativ frisch war ich da mit dem Prinzen zusammen und es war einfach toll. Christina Aguilera stelle ich mir auch toll vor in concert. 😍 Phil Collins kam bei mir tatsächlich erst recht spät auf den Plan, aber ich kann mir unglaublich gut vorstellen wie toll dieses Konzert gewesen sein muss. 💖 Kann ich verstehen, manche Sachen gönnt man sich einfach. 😉

      Haha… ja das Gedränge mag ich auch nicht so gerne, aber mittlerweile bleibe ich einfach weiter hinten, da ist der Ton auch meistens besser, es ist nicht so warm und das Gedränge ist geringer. Und wirklich laut ist es da auch nicht, außer man ist auf einem Konzert von Lindsey Stirling da ist es gefühlt überall laut. Ohje du arme… schade, dass es dich so kirre macht. Ich mag dieses Gefühl und alles was dabei in mir entsteht, vor allem die gute Laune. 😀

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