Heldenreise

Hobby-Sonntag

16. Juni 2018

Anfang April hat Paleica einen Beitrag über Selbstwahrnehmung veröffentlicht und was sie aus dem Kontakt mit Pferden, für ihr Leben gelernt hat. Diesen Beitrag fand ich so unglaublich inspirierend, dass ich mich mit denselben Fragen auseinander setzen wollte.

»Welche Dinge, mit denen ich meine Freizeit verbringe, bedeuten mir wirklich etwas? Bereichern mich? Geben mir Energie?«

Und sie hatte Recht,

die Antwort fällt nicht sehr positiv aus. Was mache ich denn in meiner Freizeit? Ich gammle vor dem PC rum, die meiste Zeit. Und natürlich schaue ich gerne Serien oder Youtube und manchmal häkle oder stricke ich nebenher. Aber ich beschäftige mich nicht so recht mit den Dingen, für die ich eine Leidenschaft hege oder hegte. Okay, das klingt jetzt ein wenig, als wäre Häkeln keine Leidenschaft von mir… ist es natürlich schon. Mein erster Impuls war die Sehnsucht danach endlich wieder zu puzzeln, also habe ich es gemacht. Nachdem ich den Beitrag gelesen hatte, zog ich gleich darauf mein Puzzle aus dem Regal und habe gepuzzelt bis ich fertig war. Gut, ich habe zwischendrin natürlich geschlafen, aber ich war am nächsten Abend fertig und es hat sich gut angefühlt.

Aber war es das?

Nein. Also es hat natürlich Spaß gemacht und vor allem hat es meine Sehnsucht danach gestillt, aber es hat sich nicht so angefühlt, wie es sollte. Zumindest weiß ich das jetzt. Denn das wofür mein Herz schon seit meiner Kindheit schlägt, ist etwas ganz anderes und ich habe es abgelegt vor einigen Jahren. Ich habe immer noch Sehnsucht danach, regelrechten Herzschmerz, der sich wie Heimweh anfühlt.

Ich vermisse es zu zeichnen/malen.

Der ein oder andere wird sich jetzt vielleicht denken: »Dann fang doch einfach wieder damit an!« Und ja, das wollte ich auch gerne und hatte sogar allmählich das Gefühl, dass ich die existierende Blockade überwinden könnte. Ich nahm mir vor, dass ich am Sonntag endlich mal wieder meine Malsachen rausholen würde. Am Tag zuvor war ich so erledigt, dass ich kaum gerade aus denken konnte und mich schon gefragt hatte, ob das mit dem Plan für Sonntag überhaupt klappen würde. Doch der anstrengende Tag hatte auch sein gutes, denn ich schlief wie ein Stein und war morgens gleich fit. Also suchte ich mir ein Tutorial heraus, für den Einstieg, und pinselte darauf los. Die ein oder anderen Fehler sind dabei entstanden und ja, sie waren nicht unbedingt erfreulich, aber so ist das Leben und daraus habe ich gelernt. 😉

An einem anderen Sonntag

habe ich mich mit Pixel Art beschäftigt. Auch ein Hobby, dass ich früher pflegte und dann in Vergessenheit geriet. Auch das hat mir sehr viel Spaß gebracht und vielleicht wird es auch wieder öfter auf meinem Freizeitplan stehen, aber momentan habe ich einfach mehr Lust zu malen und seit dem letzten Kreativtag mit Eintausendschön, auch wieder zu zeichnen und zu meditieren. Sich also darüber Gedanken zu machen, was einem wirklich Freude bereitet, kann viel bewirken und ich habe so einige Blockaden überwunden.

Danke Paleica, für deinen tollen Beitrag, der mich so motiviert hat. 😘


Bildquelle: Nadxiee Lii
0
  1. Den Beitrag muss ich gleich mal lesen gehen – weil oft geht mir das wie dir, ich vergammel den Tag vor’m Bildschirm und am Ende fühlt es sich irgendwie „verschwendet“ an.

    Schön, dass es bei dir geklappt hat und hoffentlich behältst du es bei! 😀

  2. liebe barbara, das ist so schön, so wunderbar und so wertvoll, ich freue mich unglaublich für dich <3
    vielleicht magst du ja irgendwann mal das eine oder andere ergebnis davon zeigen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.