Hobby

»Lost in Time« mit Freiheit

11. Dezember 2017

Endlich ist er da, der erste Beitrag der Kategorie Hobby. Hier werden sich alle Beiträge sammeln, in denen ich von erstellten Stücken (Schals, Decken, Bilder, etc.) berichte. Dieses mal widme ich mich dem ersten Tuch, das ich in meiner Häkellaufbahn von der Nadel springen ließ. Seit fast zwei Monaten, ich berichtete vom Tücher häkeln, freue ich mich auf diesen Beitrag und nun ist er endlich fertig.

Freiheit

Wie ich damals bereits erwähnte, hat mich eine Kollegin auf dieses Hobby gebracht. Tage lang stöberte ich in den diversen Gruppen nach einem passendem Tuch für mich. Doch irgendwie sahen sie entweder viel zu kompliziert aus oder sie gefielen mir nicht auf Anhieb. So verlagerte sich mein Interesse mehr auf die Bobbel, als auf die Tücher und dann passierte es. Ich verliebte mich in das Garn »Freiheit« von Lady Dee’s Traumgarne. Das Petrol zu meinen absoluten Lieblingsfarben zählt, sollte ich vielleicht noch erwähnen, aber das war nicht mal das ausschlaggebende. Mir gefiel einfach der Verlauf von diesem wundervollen Petrolblau in dieses warme und satte Cognac-Orange. Ich konnte es kaum erwarten ein passendes Tuch dafür zu finden.

Lost in Time

Das Schicksal war mir hold, denn kurze Zeit darauf stolperte ich über ein wundervolles Tuch namens »Lost in Time« von Mijo Crochet. Es war einfach perfekt und genau mein Geschmack. Irgendwie ein bisschen altbacken und zigeunerhaft, aber genau das ist es, was mir daran so unglaublich gut gefällt. Ich hatte am Anfang ein klein wenig Bedenken, wegen dem aufwändigen Muster, doch stellte sich im Laufe der Arbeit heraus, dass es gar nicht so schlimm war und dass ich die als schwer betrachteten Stiche in Null-Komma-Nichts drauf, umgekehrt aber auch mit den einfachsten so meine Probleme hatte.

Links als Tuch zum Umhängen und rechts als Schal.

Fazit

… zum Tuch

Ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass ich für ein Tuch so lange brauchen würde, aber an sich hätte es mir eigentlich klar sein können, wobei lang hierbei relativ ist. Alles in allem habe ich knapp sieben Wochen an diesem Tuch gehäkelt. Natürlich nicht durchgehend und auch nicht jeden Tag. Besonders gut hat mir die Anleitung gefallen, zwar war hier und da ein kleiner Fehler in der Beschreibung (was auch der Übersetzung geschuldet sein kann), aber dank Häkelschrift leicht zu beheben. Gar nicht gefallen haben mir die Popcorn-Maschen. Sie haben den ganzen Häkelfluss ausgebremst und ich hab mich immer gefreut, wenn ich sie wieder hinter mir hatte. Sollte ich dieses Tuch noch einmal häkeln, werde ich Puff-Maschen stattdessen nutzen, das dürfte ein ähnliches Ergebnis bieten.

… zum Garn

Sehr gewöhnungsbedürftig war es mit dem Garn (= Bobbel) zu arbeiten, weil es nicht verzwirnt ist, sondern nebeneinander liegende Fäden hat. Natürlich verzwirnt es sich irgendwann automatisch, während man damit arbeitet, aber am Anfang war es doch recht ungewohnt. Mir wurde – leider recht spät – gesagt, dass man die Bobbel von innen nach außen abarbeitet, was vermutlich wesentlich angenehmer gewesen wäre. Daher passe ich jetzt einfach immer auf, dass ich die Bobbel richtig herum bestelle und dann entsprechend arbeiten kann.

Fehlerteufel

Wirklich ärgerlich ist es, wenn man schon recht weit fortgeschritten ist und auf dem Rückweg (also wenn das Häkelstück gewendet wurde) feststellt, dass die Maschen nicht aufgehen. Das alles wieder aufzuribbeln ist kein Spaß und noch weniger alles neu zu häkeln. Richtig geärgert hat es mich dann aber, als ich heraus fand, dass ich beim Wenden, zwei Reihen vorher, eine Masche vergessen hatte. Da ich schon im eher rötlichen Bereich war und eine Reihe zu häkeln mehr als eine Stunde dauerte, wollte ich nicht nochmal alles aufribbeln. Ich setzte einen Maschenmarkierer in die aktuelle Masche und improvisierte die zwei Reihen hinunter. Unglaublicherweise hat das so gut geklappt, dass ich selbst nicht mehr sehe, wo diese Ausbesserung ist.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit jedem Tuch das ich häkle schneller werde, so ist es bei den Decken ja auch gewesen. Abschließend kann ich dir einen Tipp mit auf den Weg geben: Egal wie eindeutig die Spitze deines Dreiecktuchs sein mag, setze lieber einen Maschenmarkierer hinein.

Material

Häkelanleitung/-schrift: Lost in Time von Mijo Crochet
Wolle/Garn: Freiheit & Lace Garn – Cognac von Lady Dee’s Traumgarne
Nadel: Bambusnadel 3,5 mm
Sonstiges: Maschenmarkierer

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  1. Oh das Tuch ist echt schön <3 Ich stricke gerade an einem Schal, nicht für mich, sondern als Geschenk. Häkeln hab ich auch lange gemacht, aber mit Stricken bin ich einfach schneller, gerade bei Dreickstüchern. Da liebe ich das Landlust oder auch den Drachenschwanz *-* Ganz tolle Muster und die waren meine ersten! Mit Youtub und Nadelspielvideos klappte das ziemlich flott. Häckeln tu ich nur noch wenn ich Bündchen brauch, da ich die fester häckel als stricke XD

  2. Manchmal muss man auch einfach mal kreativ sein und so einen Fehler irgendwie ausbügeln. Gerade bei größeren Stücken hat man einfach irgendwann keine Lust mehr alles aufzutrennen. Und wenn noch etwas „speziellere“ Maschen oder so dazu kommen, ist es zum Teil auch fast unmöglich (ich habe da so meine Erfahrung mit so doofen Schlaufen-Maschen) das Garn zu retten…
    Sieht wirklich toll aus, gerade dieser Farbverlauf fasziniert mich!

    Also ich kann dir nur versichern, dass die Polaroidfilme sich wirklich weiter entwickelt haben. Auch wenn sie immer noch recht empfindlich sind, stimmen die Ergebnisse nun. Manchmal hat man Pech, aber an sich lohnt sich ein Versuch sicher noch mal. 😉

    Bei Gilmore Girls fand ich aber auch die letzte Staffel Mist, von dem her war’s dann auch schon egal, was die Fortsetzung angeht. Fand da einige Sachen eigentlich ganz nett, aber mich hat das Ende halt extrem genervt. Es hieß ja, die Macher (die ja in der siebten Staffel nicht dabei waren) hätten gerne mal ursprünglich so aufgehört.. aber wenn ein 32 jährige Frau schwanger ist, ist das jetzt auch nicht so dramatisch. Was Rory angeht, fand ich die Fortsetzung wirklich sehr schwach und nervig.

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