Die letzten 5

Filme #1

19. November 2017

Filme schaue ich tatsächlich gar nicht so oft. Serien ergeben sich öfter, weil es einfach kurzweiliger ist. Mal hier eine Folge, mal dort. Vor kurzem hatte ich aber eine Phase, da wollte ich eine ganze Menge Filme schauen.

Und am liebsten nur Schnulzen.

Also habe ich in unserem Regal ein paar Filme raus gezogen die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Angefangen mit dem Film, der mich inspirierte über das zu Bloggen, was mir wirklich Spaß macht und wichtig ist:

Julie & Julia

Ein wunderschöner und inspirierender Film. Er macht Lust zu kochen und neue kulinarische Welten zu entdecken. Obwohl Julie und Julia sehr ausgefeilte und gut besetzte Charaktere sind, kann ich den ein oder andere/n Charakterzug bzw. Reaktion nicht nachvollziehen. Während Julie Powell mit ihrem Engagement für ihr Blogprojekt fast ihre Ehe ruiniert, fühlt sich Julia Child – die ja eigentlich dadurch gewürdigt wird – in ihrem Stolz verletzt oder gekränkt und verweigert ein Treffen mit Julie. Auch wenn sich mir diese Stelle nicht ganz erschließt, finde ich es gut, dass Julia Child nicht zu dem Essen kam. Denn so ist das Leben nun mal. Es klappt nicht immer mit den großen Wünschen, aber das macht das Leben nicht weniger lebenswert.

Rezept zum Verlieben

Ein Film der mich einfach immer zum Weinen bringt. Ich liebe ja vor allem die kleine Zoe (gespielt von Abigail Breslin), ein wunderbarer, liebevoller kleiner Wildfang. Sie ist ein ganz wundervoller Charakter. Kate macht eine unglaubliche Charakter-Entwicklung durch ohne sich selbst dabei gänzlich zu verlieren. Es ist sogar eher so, als würde sie sich selbst finden und in ihre neue Aufgabe als Mutter hineinwachsen. Ganz unschuldig ist Nicholas dabei nicht, ob er aber an sich relevant für die Geschichte gewesen wäre, lasse ich mal dahin gestellt. Natürlich hat er, als Prinz in der weißen Kochschürze, ein Händchen für Zoe gehabt und dadurch sind sich nicht nur er und Kate näher gekommen, sondern vor allem auch Kate und Zoe. Aber insgeheim denke ich, dass die beiden das auch ohne Nicholas geschafft hätten. Dennoch eine wundervolle Geschichte und für mich steht hier die Liebe zwischen Kate und Nicholas eher im Hintergrund, ganz im Gegenteil zur wachsenden Liebe zwischen Zoe und Kate.

Mitten ins Herz

Ein Song für dich

Ein Film mit Hugh Grant hat stets ein wenig britischen Charme im Gepäck. Man muss sich allerdings darauf einstellen, dass die Charaktere und auch die Geschichten immer ein wenig überzogen wirken. Alex Fletcher lässt oft so trockene, aber witzige, Sätze los über die man einfach nur lachen kann. Ich mag seinen trockenen Humor. Wobei ich mich frage wie viel davon wirklich Rolle ist, denn diese Art fällt mir bei Hugh Grants Rollen sehr oft auf. Vielleicht eine Art Markenzeichen? Sophie ist ein sehr liebenswerter Charakter, aber für mein Empfinden zu naiv… oder zu sehr „Mauerblümchen“? Das ist genau das was ich mit überzogen meine. Die Charaktere sind speziell ausgefeilt, aber wenn sie in eine Richtung schlagen, dann extrem und bei Sophie ist es mir manchmal zu viel. Ihre Schwester dagegen hat, ob ihrer schroffen Art, mein Herz im Sturm erobert. Der „Star“ in diesem Film, also Cora, hat mir vom Charakter nicht so gut gefallen. Viel zu hochnäsig und elitär, auch wenn sie am Ende doch recht nett ist, aber sie verkörpert – auch hier wieder – das extreme Bild eines Stars in Amerika. Dennoch ist es einer der Filme die ich unglaublich gerne sehe und auch schon oft gesehen habe. Ohrwürmer sind hier garantiert, selbst wenn man die Musik nicht so mag. 😉

Ein Chef zum Verlieben

Two weeks notice

Jaaa… schon wieder ein Hugh Grant-Film. Ich mag den guten Mann einfach. Vielleicht liegt es wirklich an seiner trockenen, aber humorvollen Art. ^^“ Sandra Bullock hat mir in diesem Film nicht so gut gefallen. Eventuell lag es auch einfach nur an ihrer Rolle Lucy, die auf mich doch eher flach konstruiert wirkte. Die Handlung ist sehr gewöhnlich. Eine „rechtschaffene“ Anwältin, die sich für das Gute einsetzt, kämpft gegen einen Immobilien Tycoon, arbeitet plötzlich für ihn und am Ende verliebt sie sich natürlich in ihn. Wie sollte es auch anders sein. Eine klassische Hollywood Schnulze. Obwohl ich diesen Film alle Jahre mal wieder anschaue, gehört er nicht zu meinen absoluten Favoriten. Es ist eher die Art von Film, die man sich anschaut, wenn man sich berieseln lassen will.

Der Teufel trägt Prada

Die Hölle auf Highheels

Jahrelang, dachte ich immer ich habe diesen Film im Regal stehen und wenn ich ihn nicht gefunden habe, überlegte ich mir ihn irgendwann zu kaufen. Jetzt habe ich es endlich getan und ich bereue es kein Stück, denn ich liebe diesen Film mit jeder Faser meines Herzens. Okay… das ist vielleicht etwas theatralisch, aber ich mochte wirklich alles an ihm. Die Wahl der Schauspieler, die Charaktere und deren Entwicklung, den Blick hinter jede Facette der Charaktere, den Handlungsstrang und ja, natürlich auch die Kleidung. 😉 Ich freue mich jetzt schon darauf ihn ein weiteres mal zu sehen und überlege tatsächlich – während ich das hier schreibe – ob ich ihn mir heute noch einmal anschaue.


* Bildrechte für die Plakate obligen den jeweiligen Filmgesellschaften/-verleihen
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  1. „Mitten ins Herz“ fand ich auch toll <3 Da hab ich sogar noch iwo den Soundtrack von, glaub ich.

    "Julie und Julia" wollte ich "damals" im Kino sehen, aber keiner ist mitgegangen – kenne ich bis heute noch nicht. Muss ich dringend nachholen.

    1. Ehrlich? Ich hab mir auch mal überlegt den Soundtrack zu kaufen. Ist er gut? Oft hat man ja dann Lieder auf der CD die eigentlich nur wenig mit dem Film zu tun haben. Ist mir zumindest schon ein paar Mal passiert. -.-“

      Oh nein. Wenn wir doch nur näher wohnen würden. Dann wäre ich mit dir hin gegangen. :-* Aber – Achtung! Expertentipp xD – falls du Netflix hast, kannst du dir den Film da anschauen. Den gibt es dort seit Oktober. 😉

  2. Der Teufel trägt Prada mag ich ja gar nicht! 😉 Weiß auch nicht warum, aber der Film… konnte noch nie mein Herz erobern!
    Julie&Julia dagegen mochte ich sehr gerne. Gerade wegen Meryl Streep, die ich darin wirklich genial finde.

    Dankeschön für deine lieben Worte zu dem Post über Schottland. Es ist wirklich ein großes Lob, dass du den Text sogar vorgelesen hast. o.o Schön, dass ihr euch darüber amüsieren konntet!!

    Walking Dead mag ich auch nach wie vor, wobei jede Staffel für mich so ihre Hänger hat. Ich schaue momentan die siebte auf Netflix (also die ganz aktuelle läuft ja auf Sky; aber davon hab ich keine Ahnung). Und dieses mal hatten die anfangs so viele Folgen, die sich nur um eine Person/einen Ort drehten. Erst gegen Mitte fing es an, dass sie öfter den Handlungsort gewechselt haben. Und das tat der Spannung jetzt schon sehr viel besser…

    1. So verschieden können die Geschmäcker sein. 😀 Meryl Streep ist und bleibt aber einfach der Hammer. ♥

      Es war auch ein wirklich guter Beitrag über Schottland. Dem Prinzen hat dein Format sehr gut gefallen, vor allem Punkte wie „Erwartet“ und „Erlebt“.

      Ja die 7. war auch meine letzte Staffel, auf die 8. muss ich auch noch warten und ich gebe dir Recht, am Anfang war es recht… zäh. Ich mag es auch lieber, wenn man viele verschiedene Handlungsorte sieht.

  3. die letzten 3 hab ich auch gesehen und eigentlich mochte ich sie alle. die musik von mitten ins herz ist zwar eigentlich total oberflächlich, aber mir hat sie trotzdem gefallen – genauso wie der theme song von der teufel trägt prada „suddenly i see“ – immerhin ist es eeewig her, dass ich es gesehen hab und ich erinnere mich noch 😀

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